Die Haarfarbe ändern heißt: Man verändert sein Verhältnis zum Spiegel, die Blicke der Männer und vielleicht sogar auch seine Garderobe. Es ist eine richtige kleine Revolution im eigenen Leben – intim und privat! Bevor man also zur neuen Haarfarbe greift, muss erst einmal die Sprache der Farben entschlüsselt werden …
Blond
Wofür Blond steht? Kindliches Blond, verruchtes Platin, goldenes Tizianrot ... Blond fasziniert als Mischung aus starker Weiblichkeit und kindlicher Unschuld, die die Fantasie zum Sprühen bringt. Zunächst einmal ist Blond rar. Und Blond glänzt: Als Farbe des Goldes und der Sonne fängt es das Licht besser ein als jede andere Haarfarbe. Neben anderen Klischees wird Blond mit unbefleckter Reinheit, Sanftheit und Zerbrechlichkeit assoziiert: Man möchte daher blond werden, um sich jünger zu machen, die Unschuld der Kindheit wiederzugewinnen ... Aber Blond ist auch die Farbe der Verführung, der Eleganz und des Glamours à la Hollywood: Erblonden heißt auch Sinnlichkeit und Verführungskunst gewinnen. Probieren Sie es aus!
Der Trend bei Blond. Dunkles Blond! Honigblond, Beige und Karamell erleben eine Renaissance. Schluss mit Surferblond und monotonem Platin: Das Blond im Jahr 2009 ist nuanciert, natürlich, transparent, um weniger den Stil als vielmehr Authentizität und Ausdrucksstärke des Gesichts zu betonen.
Brünett
Wofür Brünett steht? Fade, banal, ausdruckslos: Brünett ist vielfach mit negativen Assoziationen belegt. Doch es kommt ganz auf den Standpunkt an: Brünett steht auch für Stabilität, Kompetenz und Selbstvertrauen. Aber heute ist die große Stunde für Brünett gekommen! Im Gegensatz zu Pin-up-Blond und Hexenrot verkörpert Brünett selbst Sanftheit, Charme und Ausgeglichenheit. Glamouröser, leuchtender und sinnlicher denn je, präsentiert sich Brünett als DIE sexy Farbe des Moments.
Die Trends bei den Brauntönen? Feines Goldbraun und Mahagoni oder die "kühlen" Brauntöne mit beige- und aschfarbenen Pigmenten, verstärkt durch starke Lichtreflexe. Eine mögliche Variante: Einige Strähnen mit Gold- und Karamellreflexen und etwas hellere Spitzen, in denen sich das Licht besser fängt. Der Vorteil: Brünett ist eine Farbe, die perfekt zu allen Schnitten passt: zu glattem, superlangem Haar ebenso wie zu Kurzhaarschnitten und Locken.
Rot
Wofür Rot steht? Schwefel, Sünde, Feuer: Rot ist eine rare Farbe, die lange Zeit einen negativen Ruf hatte: Hatte nicht schon Judas rote Haare ...? In der Renaissance wurde Rot dann zum Symbol extremer Weiblichkeit. Im Gegensatz zu Blond, das häufig zu stark mit "Star" in Verbindung gebracht wird, gilt Rot heute als leidenschaftlich und sexy und lässt an starke Persönlichkeiten denken.
Der Trend bei Rot. Irisierendes Rot, Goldbraun oder auch Kupfer: Die Rottöne werden immer heißer à la Feuermähne. Schluss mit dem Karottenkopf oder scharfen Nuancen: Die intensive Leuchtkraft der Farbe ist jetzt Trumpf.
Dunkelbraun bis Schwarz
Wofür dunkles Braun und Schwarz steht? Dunkles Haar beschwört sofort Bilder einer Prinzessin aus dem Märchenbuch oder der Scheherazade in einem orientalischen Palast oder Gedanken an den Gothic-Look herauf. In jedem Fall spricht es für eine Frau mit Charakter! Explosiv, ultrasexy, wenn nicht gar Vamp oder Femme fatale. Dunkelbraun und Schwarz passen zu dunkler Haut ebenso wie zu blassem Teint und hellen Augen, sofern die Farbe vor Leuchtkraft zu explodieren scheint. Wenn nicht, entsteht leicht ein Kohleeffekt, der die Züge härter macht.
Der Trend bei Dunkelbraun. Bereitet der Medienerfolg der sogenannten Latino-Bomben und der asiatischen Leinwandschönheiten der blonden Flut ein Ende? Dunkelbraun liegt wieder im Trend, aber in einer weicheren Form. Dunkelbraun 2009: Ein Braun auf Italienisch à la "bella ragazza", ganz dunkel und warm mit Nuancen von Kaffee, Lakritze und dunkler Schokolade - vor allem aufgeheizt durch strahlende Lichtreflexe.
Der Trend bei Schwarz. Schwarz bleibt eine feste Größe und zeigt sich eher "kühl": elegant, mit edlen, bläulichen, roten oder dunkelvioletten Reflexen.