Im Laufe ihrer Karriere war Jane Fonda Vorbild für mehrere Generationen Frauen in der ganzen Welt. Heute stellt sie ihr Charisma als Repräsentantin für Europa in den Dienst von L’Oréal Paris.
IHRE KARRIERE
Eine 40 Jahre währende Karriere und eine Bilanz von 51 Filmen ließen Jane Fonda zur Ikone in der internationalen Filmwelt aufsteigen. Sie zeichnet sich durch die Fülle und das Prestige ihrer künstlerischen Kooperationen – im Kino wie im Theater – aus. Mit ihrer natürlichen Eleganz und ihrem unbestrittenen Talent wurde sie im Laufe der Zeit zur Muse der größten Regisseure wie George Cukor, Roger Vadim oder Sidney Pollack.
Der Karriereweg von Jane Fonda ist mit Meisterwerken gepflastert. Mit ihren filmischen Darbietungen hat sie sich die Bewunderung der Öffentlichkeit und die Anerkennung der Kollegen verdient. Zweimal wurde sie mit dem Oscar für die beste weibliche Hauptrolle geehrt: 1971 für KLUTE und 1978 für COMING HOME. 1984 bekommt sie für ihre Rolle als unentschlossene und mutige Mutter in THE DOLLMAKER – EIN TRAUM WIRD WAHR einen Emmy. Parallel dazu wird sie als Produzentin tätig, woraus insbesondere der Film AM GOLDENEN SEE hervorgeht, der 1981 zum Kinoerfolg wird. Anschließend spielt sie an der Seite von Felicity Huffman und Lindsay Lohan die Hauptrolle in GEORGIA RULE von Garry Marshall.
1937 in New York geboren und Sprössling einer Künstlerfamilie, eröffnet sich Jane Fonda eine brillante künstlerische Zukunft. Sie schlägt einen unkonventionellen Lebensweg ein. Durch ihren Vater, den berühmten Henry Fonda, findet sie schon früh Geschmack an der Schauspielerei. Ab 1949 besucht sie das Actors Studio von Lee Strasberg. Es wird zu einer der prägenden Erfahrungen im Leben der Künstlerin: „Diejenigen von uns, die das Privileg hatten, von Lee unterrichtet zu werden, fühlten sich als Teil der Geschichte und Vertreter eines Ideals und zogen daraus eine große Kraft“, erklärte sie.
Jane Fonda dreht 1960 unter der Regie von Joshua Logan mit JE LÄNGER, JE LIEBER ihren ersten Film. Es folgen mehrere Filme in Frankreich, in Italien, in den USA und in der damaligen UdSSR sowie die Teilnahme an zwei Dokumentarfilmen: „F.T.A.“ 1972 und „Introduction to the Enemy“ (Vorstellung des Feindes) zwei Jahre später.
Mit der Produktion von Aerobic-Videos steigt Jane Fonda 1982 in neue Aktivitäten ein. Sie selbst ist seit den 60er-Jahren in diesem Sport aktiv. Sie hat damit auf Anhieb Erfolg. Das Fitness-Video verkauft sich 17 Millionen Mal und ist bis heute der größte Videoverkaufsschlager aller Zeiten.
Jane Fonda, die nacheinander mit Roger Vadim, Tom Hayden und Ted Turner verheiratet war und vier Kinder hat, blickt auf ein erfülltes Privatleben zurück, das sie in ihrer Autobiografie unter dem Titel „My Life So Far“ bilanziert. Zurzeit wohnt Jane Fonda in Atlanta, USA.
FILMOGRAFIE – EINE AUSWAHL
1960: JE LÄNGER, JE LIEBER von Joshua Logan
1962: AUF GLÜHENDEM PFLASTER von Edward Dmytryk
1963: DER CHAPMAN REPORT von Georges Cukor
1964: WIE RAUBKATZEN von René Clément
1964: DER REIGEN von Roger Vadim
1966: EIN MANN WIRD GEJAGT von Arthur Penn
1966: LA CURÉE von Roger Vadim
1967: MORGEN IST EIN NEUER TAG von Otto Preminger
1967: BARFUSS IM PARK von Gene Saks
1968: BARBARELLA von Roger Vadim
1968: AUSSERGEWÖHNLICHE GESCHICHTEN von Frederico Fellini
1969: NUR PFERDEN GIBT MAN DEN GNADENSCHUSS von Sydney Pollack
1971: KLUTE von Alan J. Pakula
1972: TOUT VA BIEN (ALLES IN BUTTER) von Jean-Luc Godard
1976: DER BLAUE VOGEL von Georges Cukor
1978: DAS VERRÜCKTE CALIFORNIA-HOTEL von Herbert Ross
1978: COMING HOME – SIE KEHREN HEIM von Hal Ashby
1978: EINE FARM IN MONTANA von Alan J. Pakula
1979: DER ELEKTRISCHE REITER von Sydney Pollack
1980: WARUM EIGENTLICH ... BRINGEN WIR DEN CHEF NICHT UM (9 TO 5) von Colin Higgins
1981: AM GOLDENEN SEE von Mark Rydell
1981: DAS ROLLOVER-KOMPLOTT von Alan J. Pakula
1984: THE DOLLMAKER von Daniel Petrie (TV)
1986: DER MORGEN DANACH von Sidney Lumet
1989: OLD GRINGO von Luis Puenzo
1990: STANLEY UND IRIS von Martin Ritt
1994: A CENTURY OF CINEMA von Caroline Thomas
2002: AUF DER SUCHE NACH DEBRA WINGER von Rosanna Arquette
2004: TELL ME WHO YOU ARE von Mark S. Wexler
2005: DAS SCHWIEGER-MONSTER von Robert Luketic
2007: GEORGIA RULE von Garry Marshall