Ursachen und Tipps für zu Neurodermitis neigende Haut

Spannende, juckende Haut, eine Neigung zu Trockenheit? Neurodermitis ist ein gutartiges, aber besonders lästiges Leiden, was bedeutet, dass Ihre Haut eine entsprechende Pflege benötigt, um im Gleichgewicht zu bleiben. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Hautkrankheit erkennen, die Symptome lindern und Schübe vorbeugen.

So erkennt man zu Neurodermitis neigende Haut

Ist die Haut trocken, rot oder empfindlich? Ist sie leicht gereizt? Juckt und spannt sie und fühlt sie sich unangenehm an? Leiden Sie darüber hinaus an Allergien? Dann ist eigentlich alles klar! Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie eine zu Neurodermitis neigende Haut haben. Das ist keine Krankheit, sondern eher eine genetische Allergieneigung. Haut mit Neurodermitis-Neigung reagiert empfindlich auf bestimmte Allergene, entwickelt Unverträglichkeiten und ist poröser. Sie erfüllt ihre Rolle als Barriere gegen schädigende Einflüsse von außen nicht mehr. Das Ergebnis: Gereizte Haut mit Neurodermitis. Neurodermitis ist gutartig, nicht ansteckend und entwickelt sich durch Ekzemschübe, die starkes Jucken verursachen. Die chronische Hautkrankheit wird auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnet. Während die Symptome mit den Jahren abklingen können, bleibt die Haut meistens empfindlich und leicht reizbar.

Typische Stellen und Symptome eines atopischen Ekzems

Die dünne Haut in den Kniekehlen, Armbeugen sowie die Hals und Gesichtspartie ist besonders oft von atopischen Ekzemen betroffen. Je nach Intensität können die Symptome aber auch am ganzen Körper auftreten. Während bei einer leichten Neurodermitis die Haut „nur“ extrem trocken, reizbar und schuppig ist, geht eine mittelschwere Neurodermitis mit stärkeren Rötungen und Juckreiz einher. Zudem erscheinen rötliche Verdickungen, die einem Ausschlag gleichen. Bei der schwersten Form der atopischen Dermatitis ist die Haut sehr stark gereizt, rot und weist teilweise nässende Ekzeme und Krustenbildung auf.

Ursachen für Neurodermitis

Neurodermitis entwickelt sich vor einem günstigen genetischen Hintergrund: Zwischen 50 und 70 Prozent aller Menschen, die an Neurodermitis leiden, haben einen ebenfalls betroffenen Elternteil. Ein genetischer Enzym-Defekt sorgt für die Schwächung der natürlichen Schutzbarriere, wodurch hautreizende Substanzen leichter in die Haut eindringen. Aber Genetik ist nicht allein für Neurodermitis verantwortlich. Umweltveränderungen und Stress können ebenfalls eine Rolle bei diesem Phänomen spielen: übermäßiges Waschen der Haut, der Einfluss von Zigarettenrauch und anderer Schadstoffe in der Luft, übermäßige Hygiene bei Kleinkindern, die deren Immunsystem schwächt. Andere Faktoren wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, auf die Haut aufgetragene Chemikalien, Wärme und Schweiß wirken ebenfalls reizend und können einen Ekzemschub auslösen.

Pflege von Haut mit Neurodermitis-Neigung

Haut mit Neurodermitis-Neigung ist durch einen Zustand extremer Trockenheit gekennzeichnet: Die Anwendung feuchtigkeitsspendender, beruhigender Cremes sollte in eine Hautpflegeroutine für diesen Hauttyp integriert werden. Eine regelmäßige Feuchtigkeitsversorgung fördert die Hautregeneration und eine gesunde Hautbarriere. Das ist wichtig, damit die Haut als Schutzbarriere gegen schädliche Einflüsse von außen fungieren kann. Verwenden Sie daher feuchtigkeitsspendende, hypoallergene Hautpflegeprodukte, die so neutral wie möglich sind, beispielsweise Cremes auf Vaseline-Basis oder eine Cold Cream. Wählen Sie zum Duschen seifenfreie Produkte und verweilen Sie nicht stundenlang unter dem Wasserstrahl, um zu vermeiden, dass die Haut über einen längeren Zeitraum Kalk oder Chlor ausgesetzt wird. Trockenen Sie die Haut ohne Rubbeln mit einem weichen Handtuch, um Reizungen zu vermeiden. Um die Symptome zu lindern und Schübe vorzubeugen, sollten Sie Ihre Hautpflegeroutine regelmäßig durchführen. Je stärker Ihre Hautbarriere, desto weniger anfällig ist Ihre Haut. Vermeiden Sie zudem Stress und einen ungesunden Lebensstil, diese Faktoren sind ebenso für Schübe verantwortlich.

Tipps gegen den Juckreiz

Um dem Juck-Kratz-Kreislauf zu unterbinden und Komplikationen durch Bakterien und Pilze zu vermeiden, sollte vor allem das Kratzen vermieden werden. Damit der quälende Juckreiz nicht in einen Kratzanfall ausartet, sollten Sie immer ein Symptom-linderndes Pflegeprodukt zur Hand haben. Es gibt spezielle Anti-Juckreiz-Sprays und Sticks für zu Neurodermitis neigende Haut, die nach Bedarf aufgetragen werden können. Bei extrem starken Juckreiz und Ekzemschüben kommen auch Cremes und Salben mit Kortison zum Einsatz, diese sollten aber nur nach Rücksprache mit einem Dermatologen verwendet werden.

Kühlpads, kühlende Umschläge und Schlauchverbände lindern ebenso das unangenehme Hautgefühl. Gegen nächtlichen Juckreiz hilft ein kühles Schlafzimmer, da Wärme den Juckreiz intensiviert, gegen unbemerktes nächtliches Kratzen helfen dünne Baumwollhandschuhe. Vermeiden Sie zudem lange Fingernägel, um Hautverletzungen beim versehentlichen Kratzen vorzubeugen. Können Sie das Kratzen partout nicht unterlassen, klopfen Sie lieber auf die entsprechenden Hautstellen. Auch in puncto Kleidung können Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun: Weiche Textilien aus Baumwolle oder Seide sind besonders hautschonend, sie sollten luftig sitzen.

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