inhaltsstoffe Ceramide

Ceramide sind körpereigene Fette, welche die Haut schützen und für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsgehalt sorgen. Daher stellen sie einen hervorragenden Anti-Aging-Wirkstoff dar. Sie eignen sich darüber hinaus zur Behandlung von trockener Haut oder Neurodermitis. Weil sie im Körper vorkommen, sind sie mit allen Hauttypen verträglich.

Ceramide wurden erstmals in den 80er Jahren in der Haut entdeckt. Sie zählen zur Gruppe der sogenannten Sphingolipide, die der Arzt Johann Ludwig Thudichum ungefähr hundert Jahre zuvor im Gehirn gefunden hatte. Heutzutage sind Ceramide in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten enthalten. Doch was genau sind Ceramide und wie wirken sie?

Ceramide sind körpereigene Fette, die einen Großteil der obersten Hautschicht ausmachen. Diese dient als Schutzbarriere, die das Eindringen von Schadstoffen verhindert und dafür sorgt, dass die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt ist. Daher sind Ceramide grundlegend für eine schöne und gesunde Haut. Allerdings kann es durch Stress, trockene Luft, Kälte, einen falschen pH-Wert der Haut, häufigen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln oder aber durch natürliche Alterungsprozesse dazu kommen, dass sich die Ceramide abbauen. Das kann sich darin äußern, dass die Haut verstärkt zu Irritation, Rötungen, Juckreiz oder Trockenheit neigt.

Ein hoher Ceramid-Anteil wirkt sich daher positiv auf ein jugendliches Hautbild aus. Eine intakte Schutzbarriere garantiert einen ausgeglichenen Wasserhaushalt, der Faltenbildung vorbeugt und die Haut elastisch macht. Das macht Ceramid zu einem beliebten Anti-Aging-Wirkstoff. Darauf basierende Pflegeprodukte erhöhen nicht nur den Ceramid-Anteil in der Haut, sondern regen zugleich deren Eigenproduktion an. Doch Ceramide haben noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil: Da sie selbst im Körper vorkommen, sind sie mit jedem Hauttyp verträglich und können sogar an sensiblen Stellen, wie beispielsweise rund um die Augenpartie, angewendet werden. Ceramide können ebenfalls die Haare schöner machen. Sie reparieren gezielt geschädigte Stellen und versiegeln die Haarfasern.

Wer zu Neurodermitis neigt, profitiert ebenfalls von der positiven Wirkung von Ceramiden. Studien belegen, dass diese Hautkrankheit mit einer geschwächten Hautbarriere verbunden ist. Ceramide bilden sozusagen das „Zement“ dieser Schutzmauer. Bröckelt sie, so können Allergene und andere Reizstoffe in die Haut eindringen und neue Schübe auslösen. Eine gute Versorgung der Haut mit Ceramiden schützt davor, heilt die empfindlichen Stellen und hält die Haut ausreichend feucht.