melasyl

Pigmentflecken gehören für viele Menschen zum Hautbild dazu – oft entstehen sie durch Sonne, Akne oder hormonelle Veränderungen. Aber auch genetische Veranlagung, Medikamente und Entzündungen können die Entstehung von Pigmentflecken begünstigen. Vielleicht hast Du sie selbst schon einmal entdeckt und Dich gefragt, wie Dein Teint wieder gleichmäßiger wirken kann. Hier kommt Melasyl ins Spiel! Melasyl setzt an frühen Schritten der Melaninbildung an und kann so das Erscheinungsbild dunkler Flecken verbessern.

Doch wie funktioniert die Melasyl-Wirkung eigentlich? Ist der Wirkstoff wirklich effektiver als andere Inhaltsstoffe? Und welche Produkte können Deine Haut dabei unterstützen, wieder strahlender und ausgeglichener zu wirken?

Alles Wichtige zum Inhaltsstoff Melasyl im Überblick

Damit Du schnell verstehst, was den Wirkstoff so besonders macht, findest Du hier die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

 ✓ Neuer Wirkstoff gegen Pigmentflecken: Melasyl greift früh in den Pigmentierungsprozess ein, noch bevor sich Pigmentflecken bilden können.

Chemische Bezeichnung: In der INCI-Liste erscheint Melasyl als 2-Mercaptonicotinoyl Glycine, häufig auch als 2-MNG abgekürzt.

Vielseitig einsetzbar: Melasyl kann bei verschiedenen Formen von Hyperpigmentierung unterstützen – etwa bei Melasma, Sonnenflecken oder Pickelmalen.

Gut kombinierbar: Insbesondere Niacinamid und Sonnenschutz können die Melasyl-Wirkung in einer Pflegeroutine sinnvoll ergänzen.

Melasyl + Niacinamid in einem Serum: Das Dark Spot Niacinamid Serum aus der Bright Reveal-Reihe kombiniert beide Wirkstoffe in einem Produkt.

1. Was ist Melasyl?

Der Melasyl-Wirkstoff ist ein patentierter Inhaltsstoff von L’Oréal zur gezielten Behandlung von Pigmentstörungen. Entwickelt über rund 18 Jahre moderner Hautpflegeforschung, fängt der Wirkstoff sogenannte Melaninvorläufer ab – chemische Zwischenstufen, aus denen Melanin, der natürliche Farbstoff Deiner Haut, entsteht. Im Unterschied zu herkömmlichen Wirkstoffen deaktiviert Melasyl diese Vorstufen, bevor überschüssiges Pigment gebildet wird und sichtbare Pigmentflecken entstehen.[1] Dadurch gilt die Anwendung des Wirkstoffes als besonders wirksamer Ansatz gegen dunkle Flecken und einen ungleichmäßigen Teint.

Mikro-Aufnahme von roter Flüssigkeit mit zwei Luftblasen

INCI: Chemische Bezeichnung des Melasyl-Wirkstoffs

Der Melasyl-Wirkstoff trägt in der INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) die Bezeichnung 2-Mercaptonicotinoyl Glycine. In wissenschaftlichen Kontexten wird das dermatologische Derivat häufig als 2-MNG abgekürzt.

Warum wurde Melasyl entwickelt?

Die Entwicklung reagiert auf ein Hautthema, das viele Menschen betrifft. Eine internationale Online-Studie mit 48.000 Teilnehmenden aus 34 Ländern zeigt: Rund jeder zweite Mensch weltweit lebt mit mindestens einer Pigmentstörung. Dazu gehören zum Beispiel Sonnenflecken, postinflammatorische Hyperpigmentierung, Melasma oder Vitiligo. Häufig bleiben diese

Veränderungen lange sichtbar – bei etwa 69,5 % der Betroffenen sogar über fünf Jahre – und können beeinflussen, wie wohl Du Dich in Deiner Haut fühlst.[2]

2. Wie wirkt Melasyl?

Klassische Wirkstoffe gegen Hyperpigmentierung können die Melaninproduktion stark hemmen und dabei Hautreizungen verursachen. Melasyl steht deshalb für eine neue Generation von Wirkstoffen gegen Pigmentflecken und verfolgt einen anderen Ansatz: Der Wirkstoff wirkt nicht als klassischer Tyrosinase-Hemmer – also als Stoff, der das Schlüsselenzym der Melaninbildung blockiert.

Stattdessen greift Melasyl früher im Pigmentierungsprozess ein und fängt Melaninvorläufer ab, bevor überschüssiges Pigment entstehen kann. So können Melasyl-Pigmentflecken einfacher gemildert werden. Der Wirkstoff wurde für verschiedene Hauttypen getestet und wirkt, ohne Hinweise auf eine unerwünschte generelle Aufhellung des Hauttons.[3]

Alle Vorteile von Melasyl im Überblick

Der Wirkstoff gegen Pigmentflecken bringt mehrere Vorteile für Deine Haut mit. Durch seinen gezielten Ansatz im Pigmentierungsprozess kann er Deine Haut auf verschiedene Weisen unterstützen:

  • Reduziert dunkle Flecken: Kann das Erscheinungsbild von Sonnenflecken, Altersflecken oder Pickelmalen sichtbar mildern.
  • Sorgt für einen gleichmäßigeren Hautton: Unterstützt ein ebenmäßigeres Hautbild und mehr Strahlkraft.
  • Wirkt früh im Pigmentierungsprozess: Fängt Melaninvorläufer ab, bevor sich Pigment in der Haut ablagert.
  • Hohe Wirksamkeit: In klinischen Studien zeigte 2‑MNG bei bestimmten Indikationen (z. B. Melasma/PIH) eine messbare Verbesserung.
  • Gute Verträglichkeit: Für verschiedene Hauttypen geeignet, auch für empfindliche Haut.
  • Sichtbare Ergebnisse: Erste Verbesserungen können bereits nach kurzer Anwendungszeit sichtbar werden.
Eine junge, lächelnde Frau mit Hyperpigmentierung und strahlender Haut

Grenzen und sinnvolle Kombinationen von Melasyl

Melasyl entfaltet seine Wirkung am besten bei konsequenter Anwendung und in Kombination mit der richtigen Pflege. Damit das LOréal-Melasyl optimal wirken kann, lohnt es sich, einige Punkte zu beachten:

  • Kein Sofort-Effekt: Die Melasyl-Wirkung entwickelt sich schrittweise, da der Wirkstoff in den Pigmentierungsprozess eingreift. Sichtbare Veränderungen brauchen daher etwas Zeit.
  • Sonnenschutz ist essenziell: Ein täglicher Lichtschutzfaktor hilft, neue Pigmentflecken zu verhindern und die Wirkung des Melasyl-Wirkstoffs zu unterstützen.[4]
  • Gut kombinierbar mit anderen Wirkstoffen: Besonders Vitamin C und Niacinamid können synergetisch wirken.

3. Melasyl im Vergleich – andere Wirkstoffe gegen Pigmentflecken

Welcher Wirkstoff gegen Pigmentflecken eignet sich am besten? Neben Melasyl kommen verschiedene Pigmentflecken-Wirkstoffe in der Hautpflege zum Einsatz. Sie wirken auf unterschiedliche Weise:

  • Thiamidol: hemmt gezielt die Tyrosinase, das Enzym, das an der Bildung von Melanin und damit an der Bildung von Pigmentflecken beteiligt ist.[5]
  • Niacinamid: ist entzündungshemmend und unterstützt einen gleichmäßigeren Hautton.

 

Zusätzlich wirken diese Inhaltsstoffe unterstützend bei dunklen Flecken: 

  • Vitamin C: wirkt antioxidativ und kann Pigmentflecken aufhellen.
  • Retinol: fördert die Zellerneuerung und kann Pigmentflecken mildern.
  • Fruchtsäuren (AHA): wirken exfolierend und entfernen pigmentierte Hautzellen.

Melasyl oder Thiamidol – welcher Wirkstoff ist besser?

Hier lohnt sich ein Blick auf die unterschiedlichen Wirkansätze. Beide Wirkstoffe gelten als effektiv – sie greifen jedoch an verschiedenen Stationen der Pigmentierung ein.

Thiamidol hemmt gezielt die Tyrosinase, also das Enzym, das die Melaninproduktion in der Haut steuert. Dadurch wird die Ursache von Hyperpigmentierung direkt adressiert. Der Wirkstoff gilt als klinisch gut erforscht und wird häufig eingesetzt, um bestehende Pigmentflecken sichtbar zu mildern. Zudem ist Thiamidol sehr gut verträglich und eignet sich für die tägliche Anwendung bei unterschiedlichen Hauttönen.

Während also Thiamidol die Melaninproduktion reduziert, fängt Melasyl Melaninvorstufen ab, bevor sich überschüssiges Pigment in der Haut ablagern kann. Für Deine Pflegeroutine bedeutet das:

Verschiedene Wirkstoffe gegen Pigmentflecken können zusammenarbeiten, um mehrere Schritte der Pigmentbildung gleichzeitig zu adressieren. Wirkstoffe wie Thiamidol finden sich häufig in dermokosmetischen Produkten, die beispielsweise in Apotheken erhältlich sind.

Melasyl + Niacinamid – ideale Wirkstoff-Kombination?

Niacinamid – auch bekannt als Vitamin B3 – kann Deine Pflege gegen Pigmentflecken sinnvoll ergänzen. Es wirkt beruhigend, stärkt die Hautschutzbarriere und kann den Transfer von Melanin in die Hautzellen reduzieren. So können Pickelmale, Rötungen und ein ungleichmäßiger Teint sichtbar gemildert werden..[6]


In Kombination entsteht ein Synergieeffekt: Während Melasyl bereits früh und präventiv gegen Pigmentflecken wirkt, hilft Niacinamid, bestehende Verfärbungen auszugleichen und die Haut gleichzeitig zu stärken.

Diese Kombination kann besonders hilfreich sein, wenn Du empfindliche Haut, Akne-Male oder einen unruhigen Hautton hast. Sie unterstützt die Haut bei verschiedenen Formen von Pigmentflecken – etwa nach Sonnenschäden, hormonellen Veränderungen oder Pickelmalen.

4. Wirksame Hautpflegeroutine bei Pigmentflecken

Eine konsequente Routine kann helfen, Pigmentflecken sichtbar zu mildern und neuen vorzubeugen. Entscheidend sind aufhellende Wirkstoffe, regelmäßige Hauterneuerung und täglicher Sonnenschutz.
Eine junge, lächelnde Frau mit Pigmentflecken und Pickelmalen trägt Creme auf ihre Wange auf

Am Morgen

Am Morgen geht es darum, den Hautton zu unterstützen und die Haut vor UV-Strahlung zu schützen. Produkte aus der Bright Reveal-Reihe sind speziell auf Pigmentflecken ausgerichtet.

  1. Gesichtsreinigung: Der Dark Spot Serum-in-Cleanser entfernt Schmutz und überschüssigen Talg sanft und bereitet Deine Haut auf die Pflege vor. Für einen zusätzlichen Glow kannst Du das Dark Spot Hauterneuernde Peeling ein- bis zweimal pro Woche verwenden. Es hilft, abgestorbene Hautzellen zu lösen und den Teint frischer wirken zu lassen.
  2. Niacinamid-Serum: Das Dark Spot Niacinamid Serum kombiniert die zwei effizienten Wirkstoffe Niacinamid und Melasyl. Dadurch wird Dein Hautton nicht nur ausgeglichen, sondern neuen dunklen Flecken vorab vorgebeugt.
  3. Tagescreme: Die Dark Spot Feuchtigkeitspflege LSF 50 ist eine Creme gegen Altersflecken. Sie spendet Feuchtigkeit und schützt gleichzeitig vor UV-Strahlung. Alternativ kann ein Tägliches Glow Fluid Getönt Light LSF 50 Pigmentflecken optisch etwas ausgleichen und für einen ebenmäßigeren Teint sorgen.
  4. Sonnenschutz: UV-Strahlen können bestehende Pigmentflecken verstärken oder neue entstehen lassen. Deshalb gehört täglicher Sonnenschutz in Deine Routine. Wenn Deine Tagespflege keinen LSF enthält, kannst Du zum Beispiel den Täglichen UV Stick LSF 50 zusätzlich auftragen.

Am Abend

Abends darf Deine Haut sich erholen und regenerieren. Produkte aus der Revitalift Laser-Reihe nutzen genau dafür Retinoleinen Wirkstoff, der die Hauterneuerung unterstützen kann.

 

  1. Reinigung: Mit der Kostbare Blüten Reinigungsmilch kannst Du Make-up und Rückstände sanft entfernen und Deine Haut auf die Nachtpflege vorbereiten.
  2. Gesichtsserum: Das Anti-Falten Nacht-Serum mit purem Retinol und Hyaluronsäure unterstützt Deine Haut, während Du schläfst. Retinol kann die Zellerneuerung fördern und so dazu beitragen, dass das Hautbild gleichmäßiger wirkt und feine Linien gemildert wirken. Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit in der Haut und sorgt dafür, dass sie sich geschmeidig und hydratisiert anfühlt.
  3. Nachtcreme: Die Gepresste Anti-Falten Pflege Nacht mit Niacinamid und Retinol versorgt Deine Haut über Nacht intensiv mit Feuchtigkeit und unterstützt ihre natürliche Regeneration. Niacinamid kann zusätzlich die Hautschutzbarriere stärken und den Hautton ausgleichen.

Trotz seiner Vorteile gibt es bei der Hautpflege mit Retinol ein paar Dinge, die Du beachten solltest:

• Am besten verwendest Du Retinol abends, denn nach der Anwendung kann Deine Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagieren.
• Falls Du es doch morgens nutzt, ist Sonnenschutz ein absolutes Muss.[7]

• Außerdem kann Retinol die Haut zu Beginn etwas reizen – deshalb lohnt es sich, langsam zu starten und Deiner Haut Zeit zu geben, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen.

5. Was ist bei einer langfristigen Anwendung von Melasyl wichtig?

Pigmentflecken verschwinden leider selten über Nacht. Wenn Du Melasyl anwendest, lohnt es sich, geduldig zu bleiben und Deiner Haut etwas Zeit zu geben. Damit Du weißt, worauf es bei der Anwendung ankommt, helfen Dir diese Punkte:

 

  • Kontinuität ist entscheidend: Für sichtbare und langfristige Ergebnisse solltest Du Melasyl möglichst konsequent – idealerweise täglich – anwenden. Regelmäßigkeit spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, Pigmentflecken Schritt für Schritt aufzuhellen.

  • Erste Verbesserungen brauchen etwas Zeit: Vielleicht bemerkst Du schon nach einigen Wochen erste Veränderungen. Besonders hartnäckige Pigmentflecken brauchen jedoch oft mehrere Wochen oder sogar Monate, bis sie sich deutlich aufhellen. Lass Dich davon nicht entmutigen – das ist völlig normal.

  • Geduld zahlt sich aus: Auch wenn erste Ergebnisse sichtbar werden, lohnt es sich, die Anwendung langfristig fortzuführen. So kannst Du das Hautbild nachhaltig verbessern und gleichzeitig dazu beitragen, dass sich neue Pigmentflecken weniger schnell bilden.
Eine junge Frau mit Pigmentflecken trägt mit einer Pipette ein Melasyl-Serum auf ihre Wange auf

6. Für wen ist Melasyl geeignet?

Melasyl kann für verschiedene Hauttypen und Formen von Pigmentflecken interessant sein:

 

  • Bei Pigmentflecken: Melasyl kann bei verschiedenen Formen von Hyperpigmentierung eingesetzt werden, darunter Melasma, Altersflecken und sonnenbedingte Pigmentflecken.

  • Bei Pickelmalen: Der Wirkstoff kann auch bei postinflammatorischer Hyperpigmentierung helfen – also dunklen Flecken, die nach Akne oder Hautentzündungen zurückbleiben.

  • Bei allen Hauttypen: Melasyl ist für alle Hauttypen formuliert, auch für empfindliche Haut oder trockene Haut.

  • Bei einem unruhigen Teint: Die Pflege kann sinnvoll sein, wenn Du Dir einen gleichmäßigeren Hautton und mehr Ausstrahlung wünschst.

  • Bei präventiver Hautpflege: Da Melasyl früh im Pigmentierungsprozess ansetzt, kann der Wirkstoff überschüssiges Melanin abfangen, bevor neue Pigmentflecken sichtbar werden.
Eine junge, lächelnde Frau mit Hyperpigmentierung

7. Melasyl in der Schwangerschaft – was sollte man beachten?

Melasyl wird ebenso zur Vorbeugung und Reduzierung von dunklen Flecken eingesetzt, die auch durch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft entstehen können. Der Wirkstoff gilt grundsätzlich als gut verträglich. Allerdings gibt es zur Anwendung von Melasyl während der Schwangerschaft bislang keine spezifischen Studien; daher sollte die Nutzung individuell ärztlich abgeklärt werden. In vielen Formulierungen wird Melasyl außerdem mit Niacinamid kombiniert, einem Wirkstoff, der als besonders hautfreundlich gilt.

Wenn Du unsicher bist, ist es sinnvoll, Deine Hautpflegeroutine während der Schwangerschaft kurz mit Deiner Dermatologin, Deinem Dermatologen oder Deiner Frauenärztin beziehungsweise Deinem Frauenarzt abzustimmen.

8. Melasyl Erfahrungen – Ergebnisse aus Studien & Praxis

Wie gut wirkt Melasyl in der Praxis? Neben Laborforschung liefern klinische Studien und Anwenderberichte Hinweise darauf, wie sich der Wirkstoff gegen Pigmentflecken auf der Haut bewähren kann.

Klinische Ergebnisse zur Anwendung von Melasyl

Eine veröffentlichte klinische Studie untersuchte ein Serum mit Melasyl bei Frauen mit Melasma. Die randomisierte, verblindete Vergleichsstudie mit 109 Frauen dauerte drei Monate und verglich dabei ein Melasyl-Serum mit 4 % Hydrochinon – einem dermatologischen Wirkstoff, der die Bildung von Melanin reduziert, und bei falscher Anwendung Hautreizungen verursachen kann.[8]

 

Die Ergebnisse: Das Melasyl-Serum erreichte eine ähnliche Wirksamkeit wie Hydrochinon, zeigte dabei jedoch eine bessere Hautverträglichkeit mit weniger Reizungen. Insgesamt wurde eine sichtbare Milderung von Pigmentflecken und ein gleichmäßiger wirkender Teint beobachtet.[9]

 

Fazit – ist Melasyl der beste Wirkstoff gegen Pigmentflecken?

Melasyl steht für einen modernen Ansatz in der Pflege gegen Pigmentflecken. Der Wirkstoff wirkt bereits in einem frühen Stadium der Pigmentbildung und kann so dazu beitragen, dunkle Flecken sichtbar zu mildern. Studien zeigen dabei eine gute Wirksamkeit bei gleichzeitig hoher Hautverträglichkeit. In Kombination mit Wirkstoffen wie Niacinamid oder Retinol und einem konsequenten Sonnenschutz lässt sich die Melasyl-Wirkung besonders gut in Deine tägliche Pflegeroutine integrieren – für einen Teint, der mit der Zeit immer gleichmäßiger und strahlender wirkt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Wirkstoff Melasyl

Wie schütze ich meine Haut am besten vor neuen Pigmentflecken durch die Sonne?
Der wichtigste Schritt ist täglicher Sonnenschutz. Eine Tagescreme mit LSF oder ein zusätzlicher UV-Schutz hilft, der Entstehung neuer Pigmentflecken vorzubeugen. Ergänzend kann ein Serum mit Melasyl sinnvoll sein, da der Wirkstoff präventiv wirkt und dabei helfen kann, sonnenbedingten dunklen Flecken vorzubeugen.
Welche Arten von Pigmentflecken gibt es und wie werden sie behandelt?
Häufig sind Sonnen- und Altersflecken, Sommersprossen, hormonbedingte Melasmen oder Pickelmale nach Akne. Je nach Art werden sie mit konsequentem Sonnenschutz, aufhellenden Wirkstoffen wie Melasyl oder Niacinamid sowie – bei stärkeren Flecken – auch mit dermatologischen Behandlungen wie chemischen Peelings, Laser oder Kryotherapie behandelt.
Ist Melasyl ein sicherer Inhaltsstoff in Hautpflegeprodukten?
Ja, Melasyl gilt grundsätzlich als gut verträglich. Der Wirkstoff wurde entwickelt, um Pigmentflecken gezielt zu reduzieren, ohne die pigmentbildenden Hautzellen zu schädigen. Deshalb eignet er sich in vielen Hautpflegeroutinen auch für eine regelmäßige und sichere Anwendung.
Kann ich Melasyl-Produkte von L'Oréal Paris zusammen mit Retinol verwenden?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Da Retinol ein sehr aktiver Wirkstoff ist und die Haut zu Beginn etwas reizen kann, ist es oft sinnvoll, die Wirkstoffe zu trennen. Wir empfehlen Melasyl morgens in die Routine zu integrieren und Retinol abends, damit sich die Haut über Nacht besser regenerieren kann.
Welche Produkte gegen Pigmentflecken sind für empfindliche Haut geeignet?
Produkte aus der Bright Reveal-Pflegeserie sind eine gute Option, wenn Du Pigmentflecken behandeln möchtest, ohne Deine empfindliche Haut zu stark zu reizen.
Welche Inhaltsstoffe sind am effektivsten gegen Pigmentflecken im Gesicht?
Zu den effektivsten Wirkstoffen gegen Pigmentflecken gehören Melasyl, Niacinamid, Vitamin C, Retinol, Fruchtsäuren (AHA) und Thiamidol. Sie wirken auf unterschiedliche Weise – zum Beispiel indem sie die Melaninbildung reduzieren, den Pigmenttransfer hemmen oder die Hauterneuerung anregen.

Quellen

  1. Demessant-Flavigny, A. L., Petkar, G., Jodun, D., Le Dantec, G., Le Floc'h, C., & Kerob, D. 2024. Efficacy of a 2‐MNG‐Containing Depigmenting Serum in the Treatment of Post‐Inflammatory Hyperpigmentation. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11837230/

  2. Passeron, T., Liu, W., Morita, A., Goh, C. L., Alexis, A., Dréno, B., Kang, H. Y., Ly, F., Puig, S., Schalka, S., Ocampo Candiani, J., Demessant, A. L., Le Floc'h, C., Kerob, D., Krutmann, J., & Lim, H. W. 2025. Pigmentary Disorders around the World: Self-Reported Prevalence and Impact on QOL and Social Stigmatization. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41203010/

  3. Sextius, P., Warrick, E., Prévot-Guéguiniat, A., Lereaux, G., Boirre, F., Baux, L., Ben Hassine, S., Qiu, J., Huang, X., Xu, J., Grégoire, S., Ito, S., Wakamatsu, K., & Marat, X. 2024. 2-Mercaptonicotinoyl glycine, a new potent melanogenesis inhibitor, exhibits a unique mode of action while preserving melanocyte integrity. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38560773/

  4. Fatima, S., Braunberger, T., Mohammad, T. F., Kohli, I., & Hamzavi, I. H. 2020. The Role of Sunscreen in Melasma and Postinflammatory Hyperpigmentation. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6986132

  5. Philipp-Dormston, W. G., Vila Echagüe, A., Pérez Damonte, S. H., Riedel, J., Filbry, A., Warnke, K., Lofrano, C., Roggenkamp, D., & Nippel, G. 2020. Thiamidol containing treatment regimens in facial hyperpigmentation: An international multi‐centre approach consisting of a double‐blind, controlled, split‐face study and of an open‐label, real‐world study. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7576892

  6. Hakozaki, T., Minwalla, L., Zhuang, J., Chhoa, M., Matsubara, A., Miyamoto, K., Greatens, A., Hillebrand, G. G., Bissett, D. L., & Boissy, R. E.. 2002. The effect of niacinamide on reducing cutaneous pigmentation and suppression of melanosome transfer. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12100180/

  7. Mukherjee, S., Date, A., Patravale, V., Korting, H. C., Roeder, A., & Weindl, G. 2006. Retinoids in the treatment of skin aging: an overview of clinical efficacy and safety. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2699641/

  8. Fabian, I. M., Sinnathamby, E. S., Flanagan, C. J., Lindberg, A., Tynes, B., Kelkar, R. A., Varrassi, G., Ahmadzadeh, S., Shekoohi, S., & Kaye, A. D. 2023. Topical Hydroquinone for Hyperpigmentation: A Narrative Review. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10723018

  9. Passeron, T., Kerob, D., Le Dantec, G., Demessant-Flavigny, A. L., do Nascimento, A. R., Moura, R., Salah, S., Feiges, M., Fernandez, E., & Alexis, A. 2025. Efficacy and Tolerability of a New Facial 2-Mercaptonicotinoyl Glycine-Containing Depigmenting Serum Versus Hydroquinone 4% over 3-Month Treatment of Facial Melasma. URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12354432