Der Hauptauslöser vieler Hautveränderungen in den Wechseljahren ist der sinkende Östrogenspiegel. Östrogen beeinflusst die Aktivität der Fibroblasten – jener Bindegewebszellen, die wichtige Bestandteile der Hautmatrix wie Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure bilden. Mit dem Rückgang des Östrogens nimmt auch die Produktion dieser Schlüsselstoffe ab. Die Folge sind trockene Haut, Elastizitätsverlust und eine beschleunigte Hautalterung.1 Aber was sind Wechseljahre genau und ab wann beginnen sie?
Perimenopause und Menopause: Wann beginnen die Veränderungen?
Die ersten Hormonschwankungen setzen oft schon in der Perimenopause ein – häufig bereits ab 40. Deine Haut wird in dieser Phase unruhiger: mal trocken, mal leicht fettig, manchmal unrein. Die Menopause selbst bezeichnet die letzte Regelblutung. Offiziell bestätigt ist sie erst, wenn danach zwölf Monate vergangen sind. In der anschließenden Postmenopause treten die langfristigen Strukturveränderungen auf2 – und genau hier zahlt sich eine angepasste Routine am stärksten aus.
Was passiert biologisch mit Deiner Haut?
In den ersten fünf Jahren nach der Menopause verliert Deine Haut bis zu 30 % ihres Kollagens3, danach etwa 1-2 % pro Jahr.4 Gleichzeitig verlangsamt sich die Zellerneuerung, die Hauttextur wird rauer und die Lipidproduktion nimmt ab, was die Schutzbarriere schwächt. Durch den relativen Anstieg von Testosteron, dem nun das Östrogen als Gegengewicht fehlt, kann zudem die Talgproduktion schwanken.5 Das erklärt, warum sich Deine Haut manchmal widersprüchlich anfühlt: trocken und trotzdem unrein.