Tränensäcke entfernen: Operative Möglichkeiten
Wenn die Tränensäcke durch eine Gewebeerschlaffung oder Fettvorwölbungen verursacht werden, ist eine operative Entfernung oftmals die effektivste Methode.
Unterlidkorrektur bzw. Unterlidstraffung
Bei einer Tränensäcke OP gibt es zwei gängige Hauptmethoden, die sich in der Ausführung und dem Heilungsprozess unterscheiden.
Bei der transkonjunktivalen Technik erfolgt der Schnitt auf der Innenseite des unteren Augenlids. Hier entstehen kein äußerlich sichtbarer Schnitt und damit auch keine Narbe. Diese Methode eignet sich bei jüngeren Patienten oder wenn keine zusätzliche Hautstraffung notwendig ist. Das Ergebnis ist narbenfrei und hat meist eine kürzere Heilungszeit von ein bis zwei Wochen.
Bei der transkutanen Technik erfolgt der Schnitt direkt unterhalb der Wimpernlinie. Bei dieser Methode können Fettpolster entfernt und überschüssige Haut gestrafft werden. Hier entsteht allerdings eine sehr feine, aber dennoch sichtbare Narbe. Der Heilungsprozess dauert hier meistens zwei bis drei Wochen. Das Risiko einer Lidfehlstellung ist bei dieser Tränensäcke OP etwas höher als bei der transkonjunktivalen Technik.
Wann ist eine Tränensäcke OP sinnvoll? Ein operativer Eingriff bei Tränensäcken ist dann sinnvoll, wenn die Schwellungen dauerhaft, genetisch oder altersbedingt sind und du sich dadurch ästhetisch oder funktionell beeinträchtigt fühlen.
Kosten und Alternativen
Bevor du sich für eine Operation entscheiden, sollten du auch die Kosten berücksichtigen. Diese unterscheiden sich bei einer operativen Entfernung von Tränensäcken je nach Methode:
- Unterlid-Blepharoplastik (klassisch/transkutan): ca. 2.000 – 4.500 Euro
- Transkonjunktivale Technik: ca. 2.000 – 3.500 Euro
Da es sich hierbei meistens um einen ästhetischen Eingriff handelt, übernehmen private und gesetzliche Krankenkassen normalerweise keine Kosten. Wenn die Tränensäcke allerdings funktionelle Probleme verursachen, kann es sein, dass ein Teil durch die Krankenkasse abgedeckt wird – falls ein ärztliches Gutachten vorliegt.5
Wer statt einer Operation lieber auf nicht-invasive Alternativen setzen will, kann zwischen folgenden Optionen entscheiden:
- Filler mit Hyaluronsäure: Durch eine Injektion von Hyaluron-Gel in den Bereich unter dem Tränensack wird die Schwellung kaschiert. Der Eingriff kostet meistens zwischen 300 und 700 Euro pro Sitzung und das Ergebnis hält 6 bis 12 Monate.
- Radiofrequenzbehandlungen: Hier soll die Hautstraffung durch Wärme und eine Anregung der Kollagenproduktion erfolgen. Es sind meist mehrere Sitzungen (200 bis 800 Euro) nötig, um die Ergebnisse über Monate aufzubauen. Diese sollen dann ein bis zwei Jahre halten.
- Laserbehandlungen: Das Ziel dieses Eingriffs ist ein gezieltes Skin-Resurfacing, das Verdampfen überschüssiger Haut und die Straffung der Unterlidregion. Die Kosten liegen bei 800 bis 2.500 Euro pro Behandlung und das Ergebnis kann bei guter Pflege mehrere Jahre anhalten.
Fazit: Was hilft wirklich gegen Tränensäcke?
Tränensäcke lassen uns müde, erschöpft und oftmals auch älter wirken. Um sie zu behandeln, gibt es verschiedene Methoden – angefangen bei Hausmitteln über die richtige Pflege oder sogar operative Eingriffe. Vor allem bei einer dauerhaften Schwellung oder gesundheitlichen Problemen sollten du sich medizinische Beratung holen. Zur Vorbeugung und Pflege empfehlen wir dir eine Kombination aus wirksamer Anti-Aging-Pflege und einem gesunden Lifestyle, um die Schwellungen unter dem Auge zu reduzieren. Mit der passenden Augenpflege von L’Oréal Paris und einfachen Hausmitteln können du Schwellungen aktiv reduzieren – bei dauerhaften Fettpolstern ist eine professionelle Behandlung die beste Lösung.